Pferde 24h auf der Wiese halten? Viel zu früh und ohne Heu?

Der Irrglaube des Weideglücks

Immer wieder gibt es über dieses Thema Diskussionen, hier mal ein kleiner Gedankenanstoß.

Mein Pferd war leider durch Unwissenheit und frühere falsche Fütterung selbst betroffen.

Pferde 24h auf der Wiese halten? Viel zu früh und ohne Heu?




Ich kann es nicht nachvollziehen. Saftiges junges Gras, ist nicht die Natur der Pferde und schon gar nicht 24 Stunden ohne Raufutter. Pferde sind Dauerfresser, die durch ihren relativ kleinen Magen ständig Magensäure produzieren. Somit ist es nicht gesundheitsfördernd sie länger als 4 Stunden ohne Raufutter zu versorgen.
Durchfall, Kotwasser oder breiige Äpfel können die Folge sein und dies meist die ganze Weidesaison über.

Daraus können im schlimmsten Fall, Magengeschwüre, Koliken, Stoffwechselprobleme oder andere Krankheiten resultieren, die aber meist erst viel später im Pferdeleben auftreten und erkannt werden. Und genau da liegt das Problem. Magengeschwüre und andere Probleme treten nicht immer sofort auf, können sich aber über die Jahre in den der Pferdebesitzer denkt, er macht alles richtig, entwickeln.

Warum wird gespart den Pferden Heu mit auf der Wiese anzubieten? Erfahrungsgemäß gehen die meisten Pferde an das Heu, weil sie wissen was gut für sie ist. Natürlich nicht mehr viel aber sie nehmen immerhin kleinere Mengen Raufutter zu sich und das ist das wichtigste.

Raufutter ist das wichtigste Futter für das Pferd!
Natürlich geht es dabei NICHT darum, dass Weide generell schlecht für Pferde ist! Bitte richtig lesen. JUNGES Gras sollte nicht ohne Raufuttergabe angeboten werden!
Gras was länger Zeit zum Wachsen hatte und aufgeblüht ist für manche Pferde bestimmt auch in 24h Haltung verträglich, ohne Heu.
Wobei dort auch auf andere Faktoren wie Düngung, Zusammensetzung der Weide, Management usw. geachtet werden sollte. Aber viele warten leider nicht so lange, bis die Weide diese Voraussetzungen erfüllt.

Diese Weiden, sind meiner Meinung nach nicht für eine 24h Haltung ohne Heu geeignet. ↓

  

Das krasse Gegenteil zum saftigen Dauergrün, ist der Glaube, dass man Pferden die anfälliger für Krankheiten sind oder warum auch immer, anderen Pferden etwas Gutes damit tut, sie 24h auf abgefressene oder kahle Wiesen zu stellen, damit sie nicht zunehmen oder zu viel Eiweiß zu sich nehmen.

Ist auch nur noch wenig Eiweiß drin ABER das ist doch nicht das alleinige Problem. Das Problem nennt sich unter anderem Fruktan (Zucker), der sich hochgradig bildet weil das kurze Gras, durch Feuchtigkeit und Sonne (Photosynthese) immer wieder nachwachsen will.

Das zweite Problem bei dieser Haltung ist das die Pferdebesitzer sich wundern, dass die Pferde trotz Magerweide nicht sichtbar abnehmen und dann das eventuell angebotenen Heu, noch mehr reduzieren. Warum es aber so aussieht als ob das Pferd nicht abnimmt? Pferde produzieren wie gesagt die ganze Zeit Magensäure, steht es auf einer Weide wo eigentlich nichts mehr drauf ist, atmen die Pferde durch das viele knabbern viel mehr Luft mit ein. Dadurch können sie aufgebläht ( für den sparsamen Pferdebesitzer, dicker) wirken.

Besonders im Herbst und bei einsetzendem Frost sollte hier besondere Vorsicht walten. Der Fruktananteil im Gras ist dann besonders hoch. Auch hier werden auf kurz oder lang gesundheitliche Probleme auftreten, wenn zu dieser Haltungsform nicht ausreichend Heu zur Verfügung gestellt wird.

 

Diese Weiden sind zu mager um ohne Heu aus zukommen

Der beste Zeitpunkt Pferde auf die Weide zu lassen ist, wenn das Gras hoch gewachsen ist, die Gräser aufgeblüht sind und es eine Struktur aufweist. Auch Rehe gefährdete Pferde und Ponys können meiner Erfahrung nach dann länger mit auf die Weide, das Gras hat sein Wachstum abgeschlossen und enthält deutlich weniger Fruktan und Eiweiß. Natürlich muss auch hier immer individuell auf das Pferd geschaut werden.

 

Dieses Gras erlaubt meiner Meinung nach gesunden ( und geeigneten) Pferden eine bedenkenlose 24h Weidehaltung.

Allgemeine Problematik mit der ausreichenden Heufütterung

24h Heu(bzw. ausreichend Heu 1,5 – 2,5kg/100kg) ist in vielen Fällen nur möglich, wenn man Selbstversorger ist da viele Stallbetreiber, meiner Meinung nach immer noch nicht mit der Zeit gehen.

Aber auch die Stallbetreiber sind in der Pflicht den Pferden, eine immer bessere Fütterung zu bieten. Wenn immer mehr Pferdebesitzer den Stallbetreibern Ihre Wünsche mitteilen, werden diese auf kurz oder lang auf diese Wünsche eingehen müssen.

Abschließende Worte

Bei Pferdegerechter, guter Heufütterung finde ich alle dieser drei Haltungsformen in Ordnung was ich aber nicht verstehen kann sind die Leute die an Heu sparen.

Die Angst das die Pferde bei 24h Heu zu dick werden, kann ich verstehen. Ich habe selbst auch meine Erfahrungen machen und sammeln müssen. Die Pferde nehmen natürlich am Anfang etwas zu aber das reguliert sich auch wieder auch wenn es ein wenig dauert aber man tut dem Pferd was gutes und spart evtl. am Tierarzt 🙂

Heunetze, Futtergitter oder Ballennetze sind eine weitere Option, um schnelle Fresser zu bremsen. Natürlich muss das Pferd auch ausreichend bewegt werden!

Und wenn es euch wegen Stallbesitzer usw. nicht möglich sein sollte, dann kauft große engmaschige Heunetze und lasst sie ordentlich voll machen. So das Eure Pferde ausreichend versorgt sind.

ständiger Zugang zum Heu

 

Ich weiß, dass es als Einsteller meist schwer um zu setzen ist, auch ich stand in einem Stall wo an Heu gespart wurde. Aber ihr müsst Euch trauen zu sagen was Ihr für Euer Pferd wollt. Denn Ihr habt die Verantwortung für dieses Lebewesen übernommen!

Was ich super finde das man immer mehr hört, dass die Pferdebesitzer und Stallbesitzer Ihre Ansichten ändern und immer mehr ganzjährig zu 24h Heu tendieren.

Ich wünsche Euch und Euren Pferden, eine schöne Zeit und ein langes Miteinander.




Liebe Grüße Katharina

29 Comments

  • Reply Ursel

    Ich durfte vor Kurzem einer Futterberatung eines großen Futterherstellers beiwohnen. Aber wer jetzt denk, hier wäre es nur um die Produkte ging, irrte sich gewaltig. Die gesamte Ernährung und Versauung wurde haarklein diskutiert. Und egal wie sehr jeder Futterhersteller am Verkauf interessiert ist, wurde ausdrücklich auf die Menge der Heuzufütterung hingewiesen (einschließlich eines Exkurses zu den Blähbauch – ohne ausreichender Heufütterung). Ich weiß nicht mehr die genauen Menge, aber die üblichen 2-3 „Rippchen“ vom Heuballen reichen nicht! Da ich kein eigenes Pferd habe und der Bauer, bei dem unsere Vereinspferde stehen, sich sowieso nicht bezügl. der Heufütterung beeinflussen lässt, habe ich mir leider die Menge nicht gemerkt … aber „24 h“ ist am Besten 😉 (auch nach Meinung des Futterherstellers)

    21. März 2017 at 13:17
  • Reply Agrobs Alpengrünmüsli

    […] anfing begann allmählich meine Bildungsreise zum Thema Tierfütterung und speziell Pferdfütterung. Damals hat man sich mit diesen Dingen gar nicht beschäftigt weil man sonst im Stall ausgelacht […]

    21. Juli 2016 at 20:09
  • Reply Dorothea Geiss

    In der freien Natur bewegen sich Pferde 16 Stunden fressend vorwärts. Wer sagt, dass die Magengeschwüre unserer Pferde nicht durch Bewegungsmangel kommen? Meine würden platzen, ich habe auch sehr leichtfuttrige Pferde und meine tun auch noch was und sind im Offenstall. Demnächst kommt ein Heufutterautomat her, an dem sie sich 10 mal täglich ihre Portion abholen können. Ich empfehle Studien von Ingo Bender zur Offenstallhaltung von Nordpferden und Südpferden.

    18. Juni 2016 at 8:41
  • Reply Jana

    Hallo, ich als Stallbesitzer muss dazu sagen,dass die Einstaller aber auch bereit sein müssen,das Heu zu zahlen was 24std zur Verfügung stehen soll!! Es wird immer gefordert,aber mehr zahlen will dann auch keiner!? Lg

    16. Juni 2016 at 9:12
    • Reply Katharina Kasokat

      Da bin ich ganz bei Ihnen. Natürlich muss das auch anständig bezahlt werden!

      16. Juni 2016 at 12:34
    • Reply Dorothea Geiss

      Bin auch Stallbesitzerin, stimmt. Übrigens, wenn Koppelgras vorhanden ist, wird das Heu gerne liegen gelassen oder als Pinkelstelle benutzt. Dazu ist es zu wertvoll. Ich denke, ein Pferd zu halten wird die nächsten Jahre eh immer teurer. Behördenauflagen steigen, demnächst gilt der gesetzliche Mindestlohn auf für die Landwirtschaft, Heu gab es letztes Jahr wegen Trockenheit kaum, dieses Jahr ist noch keines gemacht, wegen Dauerregen. Und die Biogasanlage nimmt alles, zahlt gut und ist nicht so pingelig wie die Pferdebesitzer.

      18. Juni 2016 at 8:47
  • Reply Gabriela Masanti

    Hallo, was hier vielleicht etwas verloren geht ist dass pferd nicht einfach pferd ist. Einen Isländer 24std auf eine saftige deutsche oder schweizer (bin schweizerin) weide, dazu auch noch frühlings oder herbstweide, zu stellen geht in den meisten fällen wirklich gar nicht. Erstens verfetten sie komplet und der stoffwechel kommt auch nicht mehr mit. Auch ist zu sagen und dies allgemein, dass eine gescheite mineralisierung der pferde von grösstem wert ist. Ich hatte meine pferde jahre lang halbtags (!) zum paddock anschliessend auf einer grossen, kahl gefressenes trampelweide dazu heu, stroh und in der guten saison portionenweide. Diesen frühling beim senior eine leichte hufrehe, zum glück schnell gesehen! Für mich ist klar: die trampelweide wird ab sofort gestrichen, gaaanz sachte angeweidet wird erst ende april und auch ende mai gibt es nur stundenweise zugang zu den (hochgewachsenen!) weiden. Hier hat es eine hufrehe gebraucht um endlich, nach 10 Jahren(!), aufzuwachen!! Wünsche ich niemandem und vor allem keinem pferd!! Glg aus der Schweiz

    2. Juni 2016 at 8:30
  • Reply Tobias Knoll

    Finde den Text leider nicht besonders gut, bzw. zu einseitig. Es gibt – bei gutem Weidemanagement gar keinen Grund Pferde 24 h an 7 Tagen die Woche ohne Heu zu halten. Natürlich man braucht dann auch gute Weiden, die artenreiche Vielfalt bieten. Aber in solchen Weiden ist schon im Gras genug Rauhfutter enthalten. Ist ja auch natürlich (und meiner Ansicht nach ein massiver Fehler in ihrem Text), dass Pferde eigentlich von Gras leben und nicht regelmässig Heu dazu bekommen.
    Dies ist übrigens nicht von der Pferderasse abhängig, sondern nur das Management muss angepasst werden. Wenn Sie wissen wollen wie gutes Management aussieht – dann kommen Sie gerne mal vorbei.

    1. Juni 2016 at 8:50
    • Reply Katharina Kasokat

      Hallo, danke für Ihren Kommentar, den ich aber leider nicht wirklich nachvollziehen kann. „bei gutem Weidemanagement gar keinen Grund Pferde 24 h an 7 Tagen die Woche ohne Heu zu halten.“? Sie meinen sicher mit? Wenn Sie meinen Text aufmerksam gelesen hätten, könnten Sie lesen das ich schreibe, dass ich bei hohem aufgeblühtem Gras durchaus finde das manche Pferde dort eine 24h Haltung( Wiese) ohne Heu vertragen.
      Meiner Meinung nach ist es sehr wohl von der Rasse abhängig und natürlich von der Beschaffenheit der Weide, es muss AUSREICHEND Platz zum bewegen vorhanden sein. Ausreichend heißt wohl nach einer Faustformel 1ha pro Pferd und das können wohl nur wenige bieten. Wenn Sie das können gratuliere ich Ihnen dazu! „Ist ja auch natürlich (und meiner Ansicht nach ein massiver Fehler in ihrem Text), dass Pferde eigentlich von Gras leben und nicht regelmässig Heu dazu bekommen.“ den massiven Fehler kann ich leider nicht finden! Bitte klären Sie mich auf. Bei den von mir beschriebenen Haltungsformen ( abgefressene Wiese, sehr junges Gras) sehe ICH keine Möglichkeit ein Pferd 24h gesund ohne Heu zu halten.
      Ich freue mich auf Ihre Antwort.
      Gruß Katharina

      1. Juni 2016 at 12:51
      • Reply Tobias Knoll

        Hallo,
        der Satz ist schon richtig: ich halte meine Pferde dauerhaft (von ca. Mitte April bis Dezember) OHNE Heu. Und das geht sehr gut so und zwar mit verschiedensten Rassen. Aber da muss man sich eben Gedanken über das Weidemanagement machen.

        Meine Kritik geht dahin, dass Sie beginnen mit „Voller Stolz erzählen einem viele Pferdebesitzer, dass sie ihre Pferde Ende Mai schon 24 Stunden auf der Wiese haben und kein Heu mehr zu füttern müssen. Ich kann es nicht nachvollziehen. “

        Und hier machen Sie einen Fehler. Sie müssten hier dann alle EInschränkungen schon angeben, unter denen Sie das nicht verstehen. Erst mal schreiben Sie hier aber dass sie es wohl generell nicht verstehen – und das ist so nicht korrekt beschrieben, da sie es ja in der Folge selbst einschränken.
        Eigentlich müssten der 2.Satz lauten „Das kann ich aber nur unter ganz engen Bestimmungen verstehen, die vielleicht nicht viele einhalten“ – aber auch das ist schon schwierig, denn auf welcher Basis wollen Sie das behaupten? Gehen Sie denn bei den Leuten die das sagen hin und schauen sich an, wie diese Weidehaltung betreiben? Wie deren Weidemanagement ist? DANN könnten sie es vielleicht beurteilen.

        Wenn es Ihnen aber nur darum geht, dass Pferde nicht von nur abgefressenere Weide und sehr jungem kleinem Gras nicht gesund bleiben können – naja dann sollte Ihr Artikel aber ganz anders aufgebaut sein und DIESE Kernaussage in den Vordergrund stellen und nicht generell das „Weideglück“ in Frage stellen, denn das gibt es durchaus – und so wenig Ställe sind es auch nicht. . So aktuell ist er – wie schon beschrieben sehr einseitig – und vor Allem undifferenziert.

        Wenn Sie bei sich das nicht machen können oder Ihr Stall das nicht bietet, dann würde ich eine Haltungsänderung oder Änderung der Umstände empfehlen anstatt eine Rechtfertigung zu suchen, Pferden das Weideglück vorzuenthalten.

        1. Juni 2016 at 13:03
        • Reply Katharina Kasokat

          Danke für die Antwort. Ich weiß nicht aus welcher Region Sie kommen aber ab Mitte April Pferde 24h ohne Heu zu halten finde ich nicht gut. Es gibt mit unter noch Nächte mit Frost, das Gras kann noch nicht lang genug sein und das Vertragen wohl auch sehr wenige. Mein Satz lautet !Ende MAI“ wobei ich da gerade dieses Jahr( mein Artikel ist vom letzten Jahr) sagen muss das durch das Wetter das Gras derart schnell in die Höhe geschossen ist das es vielerorts schon wieder ausreichend lang ist um es ohne Heu ( andere Faktoren auch wichtig) zu füttern. Generell geht es aber nun mal darum das viele den Fehler machen und die Pferde entweder ständig auf zu kurzen Wiesen oder viel zu frischen Wiesen halten ohne Raufutter zu zu füttern.
          Ich wohne hier in einer Gegend in der jeder 2. Pferde hat und sehe das “ Elend“ tagtäglich, nicht nur in großen Ställen auch bei sehr vielen Privatleuten.
          Ich halte meine Pferde Privat und bin nicht mehr auf einen Reitstall angewiesen Gott sei Dank. Trotzdem habe ich erstens nicht die Fläche um meine Pferde 24h auf der Wiese zu lassen ( stehen dann im OS mit Paddock UND Heu) zweitens darf eines meiner Pferde das auch gar nicht.

          1. Juni 2016 at 13:16
          • Tobias Knoll

            Es mag schon sein, dass Sie es nicht gut finden, dass ich die Pferde schon ab Mitte April auf die Weide stelle. Aber ich behaupte dann einfach mal, dass Sie das offenbar nicht korrekt einschätzen können. Wie gesagt, es kommt viel darauf an, wie man das macht und bei uns funktioniert das sehr gut und keines unserer Pferde hat dadurch bisher irgendwelche Probleme gehabt.
            Sie fangen ja jetzt auch in unserer Diskussion an, ihren Standpunkt (bzw. den Hauptpunkt des Artikels) immer eiter einzuschränken, wie schon gesagt, sollte das aber eigentlich am Beginn stehen und nicht am Beginn erst ein sehr allgemeines Postulat stehen. Es mag auch sein, dass in ihrer Ecke das ein Elend ist – aber das rechtfertigt immer noch keine Verallgemeinerungen. Ich kenne z.B. niemanden, der es überhaupt schafft seine Pferde nur von kurzrasigen Weiden zu ernähren – gerade die, die zu wenig Weide haben, füttern immer zu – wie sollen sie das auch sonst machen, denn wer hat schon 1ha/Pferd? Wir haben das, aber das ist die Ausnahme. Übrigens standen die ersten Pferde bei uns schon ab Anfang April rein auf Gras ohne Heu.
            Ich würde empfehlen den Artikel ohne die Verallgemeinerungen nochmal zu schreiben, dann kann das Sinn machen – in der aktuellen Art empfinde ich ihn nur als oberflächlich, einseitig und nicht differenziert – wie ich dargelegt habe. Was Sie daraus machen, bleibt Ihnen überlassen. Gute Ansätze im Artikel gehen für mich aber dann in diesem Problem unter, so dass Sie mit der aktuellen Variante weniger erreichen, also möglich wäre, wenn er wirklich differenziert das Problem herausarbeitet und Leute in die Lage versetzt eigene Fehler wirklich zu erkennen und zu beheben – aufgrund fundiert aufgebauter Argumentation. Alles Gute.

            1. Juni 2016 at 17:56
  • Reply Yvonne Kehlenbach

    Hallo,
    wir haben vor 5 Jahren 4 verwaiste Pferde vor dem Schlachter gerettet. Alle Versuche die Tiere so unterzubringen wie es ihre Natur ist sind gescheitert. Vor einem Jahr haben wir unsere Sachen gepackt und sind mit Kind und Kegel ins Oberbergische gezogen mit den Pferden vor dem Haus. Allen Reitanlagen geht es nur um Profit. Sonst nichts. Es hat auch nichts mit Pferdeliebe zu tun, wenn ich mein Pferd den ganzen Winter in den Stall stelle und 1mal täglich auf Hochglanz bringe und 1 Stunde reite. Es ist eben kein Auto.
    Bei uns dürfen die Pferde einfach nur Pferd sein mit Wiese und Heu und Auslauf. Ich liebe sie um ihrer selbst willen. Nur weil sie da sind. Nicht weil ich was zum Angeben brauche und auch nicht als Sportgerät. Sportpferde tun mir genauso leid. Auch da geht es wieder um Profit. Viele Landwirte sind von der Milchviehhaltung auf Pferde umgestiegen, weil es mehr Geld bringt. Leider vergessen sie dabei, dass ein Pferd eben keine Kuh ist.

    31. Mai 2016 at 15:02
  • Reply Vivi

    Super geschrieben, aber die Grammatik ist ja zum Teil grauenhaft…

    31. Mai 2016 at 13:50
  • Reply Ellen

    Ja, traut Euch! Und schließlich seid ja Ihr die Kundschaft und zahlt dafür, dass es Eurem Pferd in der Pension gut und nicht schlecht geht! Danke für den tollen Bericht!
    Und noch was: wenn Ihr die Möglichkeit habt, lasst Eure Pferde auch im Wald fressen, sie brauchen das auch.

    31. Mai 2016 at 10:51
  • Reply Sarina

    Wir arbeiten mit Steckweide und bieten parallel Stroh als Raufutter auf der Weide an. Die Pferde und Ponys die ein paar Stunden auf dem paddock stehen (als Graspause) bekommen Heu oder Heulage in der Zeit. Natürlich gibt es auch bei uns welche, die die erste Zeit Weide nicht 100% super vertragen haben, aber durch einfach kleine Maßnahmen konnten diese Probleme in den Griff bekommen werden. Ich denke jeder muss gucken was für sein Pferd am besten ist und was es verträgt. Man kann nicht alle Pferde und Ponys über einen Kamm scheren.

    31. Mai 2016 at 9:02
  • Reply Brigitte

    Ausgeblühte Wiese für Pferde ist schön und gut. Bloss wird dann das lange Gras sehr schnell niedergetrampelt und verliert an Qualität, die langen, harten Halme können Schnittunden an den Beinen verursachen (selbst erlebt). Wie man’s auch dreht, optimal ist schwierig.

    30. Mai 2016 at 17:06
  • Reply Sabine

    Endlich mal jemand der Ahnung hat wovon er schreibt! Natürlich darf man dass nicht auf alle Pferde umwälzen, aber warum wohl sind so viele Pferde krank und sterben früher bis früh durchvden Tierarzt?? Ich wurde verlacht weil ich meine nur stundenweise rauslasse- im Spätsommer länger.. aber eben aus den Gründen! Danke für den Bericht! Auf die Frage wrlches Heu..wir füttern 1.Schnitt spät geschnitten und kräuterreich.

    30. Mai 2016 at 16:33
  • Reply Heu satt aber bitte gute Qualität - Produkte-getestet & berichtet

    […] Wie wir Kotwasser endlich los geworden sind Der Irrglaube des Weideglücks […]

    18. April 2016 at 13:49
  • Reply Anne-Kathrin Schmidt

    Ich muß dem zustimmen, Pferden 24 Stunden Heu an zu bieten. Jahrelang hatte ich Offenstallhaltung praktiziert, weil ich die Möglichkeit dazu hatte. Die Pferde Gruppe, 3 Ponys ein Schweres Warmblut, bekamen ständig eine neuen Rundballen hingesetzt, bis in den Juni hinein. Also Wahlessen. Für mich war entscheidend, das die positiven Darmbakterien mit Struktur und Rohfaser bei Laune gehalten wurden. Manchmal gab es noch einen RB Futterstroh dazu.Es funktioniert! Ich hatte kerngesunde Pferde, mit einem Heubauch, aber keinem Fettansatz an Schulter und Kruppe. Als ich die Wiese los war und meine Pferde mit dem Heu kurz halten mußte, hatte ich die Probleme, Hufrehe, Kotwasser und Kolik. Es ist eine Odyssee von Krankheiten. Zum Heu, muß ich eines sagen, wir mähen recht spät, so daß das Gras fast ausgeblüht ist. Trocken und sauber wird es produziert. Das vertragen die Pferde am besten. Hatte Heu kurz vorm Sproßen hergestellt, das war wie Kraftfutter, das ist Gift für Hufrehe, Kotwasser und Co. Fazit für mich, Heu von älteren Gras, trocken und staubfrei, soviel wie sie fressen wollen und immer dazu, wenn die Wiese abgesagt ist. Futterstroh ist auch eine Alternative, aber es muß gut ausgedroschen sein, den damit hatte ich auch so meine schlechten Erfahrungen. Habe alles über 20 Jahre ausprobiert und halte nun, am Altbewährten fest, Heu satt, den Pferden zuliebe.

    17. April 2016 at 20:45
  • Reply Wie wir Kotwasser endlich los geworden sind - Produkte-getestet & berichtet

    […] Ganz passen auch mein Artikel Der Irrglaube des Weideglücks […]

    5. April 2016 at 13:54
  • Reply Anja Asmus

    Es gibt viele Pferde, die trotz aller Verstöße gegen neue Erkenntnisse gesund und munter von Weidesaison zu Weidesaison traben. Daher ist es schwierig, für alle Pferde zu sprechen. Jeder Pferdebesitzer muss sich so viel Wissen aneignen, dass er/sie in der Lage ist, die eigene Situation zu beurteilen und individuell zu reagieren.
    Das aber ist eines der Probleme.
    Auch die Frage, welches Heu gefüttert werden soll, wird nicht erörtert – hier verbergen sich mindestens genauso viele Eventualitäten wie beim Weiden selbst.
    Theorien sind hilfreich, aber sie ersetzen nicht die praktischen Erkenntnisse!

    24. März 2016 at 7:43
    • Reply Katharina Kasokat

      Manche Pferde können vielleicht ihr Leben so verbringen bis sie sterben. Aber der Großteil der Pferde wird früher oder später mit Magen/Darm Problemen zu tun haben. Ein !Magengeschwür kann ewig schon vorhanden sein ohne das es jemand merkt oder erst viel später auftreten. Ebenso Kotwasser und breiige Äpfel sind NICHT normal während der Weide Saison, leider glauben das die meisten. Dem kann bei den meisten Pferden mit Heufütterung vorgebeugt werden.
      Die Frage der Heuqualität stellt sich für mich auch nicht, jemand der nur gutes für sein Pferd will und es gesund ernähren will wird sich Heu bester Qualität und auf das Pferd zugeschnitten ausgesucht haben.
      Das ist nicht einfach eine Theorie, ich habe es selber an vielen Pferden verschiedenster Rassen erlebt und getestet. Und informiere mich wie es bei anderen ist die ihre Fütterung geändert haben auch im Netz kann man viel Lesen,dass Stallbetreiber und Pferdebesitzer immer mehr darauf achten und zu 90% eine positive Veränderung zu spüren ist.
      Wie gesagt es kommt auf die Beschaffenheit der Weide an aber wer die ganze Weidesaison kein Heu füttert geht ein großes Risiko ein das sein Pferd auf kurz oder lang in welcher Form auch immer erkrankt.

      24. März 2016 at 8:09
  • Reply Annett

    Super Beitrag. Nur wie bereits schon erwähnt, leider für alle Pferde 24h Heu nicht geeignet. Musste meine 24h-Heufütterung auch leider auf 4-6 x tägliche Heugabe umstellen, da unser Kaltblüter zu leichtfuttrig bzw die für diese Fütterung notwendige Bewegung/Arbeit nicht gewährleistet werden konnte. Natürlich bei dieser Fütterung die Fresspausen im Blick, jedoch die vierstündige ist nicht immer einzuhalten, aber wir schaffen es bis max. sechs Stunden.

    23. März 2016 at 13:44
  • Reply Carola

    Heu ist nicht gleich Heu!!! Wir füttern nur 1. Schnitt langes Heu mit Futtersparnetzen 4,5 cm das funktioniert super. Ich habe sehr viele Isis und überwiegend sehr leichtfuttrige Pferde die bei mir alle 24h Heu haben. Klar Bewegung ist das A und O aber keiner von meinen ist krankhaft fett. Einer ist schlanker der andere dicker aber alles im grünen Bereich.

    22. März 2016 at 22:02
  • Reply Gab.

    Hallo, bin mit alle dem einverstanden ausser dass es nur äusserst wenige nordländer, wie zum bsp Isländer gibt die heusatt vertragen und nicht verfetten. Die regulieren sich ganz und gar nicht selber !! Selber 1 jahr unterm Netz getestet! Nie wieder!! Die pferde frassen je länger je mehr, sind zuletzt bei 10kg/tag/pferd angekommen. Dabei sind 6 kg heu beim Isi schon kritisch !

    22. März 2016 at 14:32
    • Reply Katharina Kasokat

      Hi, sicherlich gibt es Pferde bei denen es absolut nicht funktioniert. Aber auch da sollte geschaut werden das die Pferde nicht länger als 4 Stunden ohne Futter stehen. Wobei wir auch einen Isi in der Herde hatten bei dem das absolut kein Problem war.

      22. März 2016 at 18:49
    • Reply Brigitte

      Ich kenne Isibesitzer, die ihren Isis kein Heu sondern NUR STROH füttern, weil die Isimägen auf dermassen mageres Futter eingestellt sind. Diese Isis sehen sportlich und schlank aus.

      30. Mai 2016 at 16:58
      • Reply Gabi Vallenthin

        Ist keine gute Lösung, da Stroh zu viel Lignin enthält (also Holzfasern, platt ausgedrückt) … Stroh als Betfütterung ja aber nicht ausschließlicher Ersatz für Heu.

        30. Mai 2016 at 22:10

    Ich freue mich über dein Feedback zu meinem Bericht

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