Allgemein

Du liegst hilflos und wehrlos im Op und wirst verspottet und erniedrigt

Der OP Saal, ein Ort des Vertrauens!?

Kannst du dir das vorstellen? Nein? Dann lies weiter ­čśë

F├╝r mich ist der Op ein Ort an dem man viel Vertrauen aufbringen muss. Schlie├člich haben die ├ärzte und das Op Team dein Leben in der Hand. Mein einziger Gedanke vor der Op hoffentlich geht alles gut und ich wache wieder auf.

Seit ein paar Tagen muss ich mir nun auch um eine weitere Sache Gedanken machen. Was redet das Op Team ├╝ber mich w├Ąhrend ich schlafe!? Dar├╝ber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht ich dachte immer die h├Ątten wichtigere Sachen zu tun und m├╝ssen sich auf ihre Arbeit konzentrieren.

Eine Narkose schaltet dich aus. Du h├Ârst nichts, du siehst nichts und du wirst auch nicht wach bevor die An├Ąsthesie es will. Du bist also wehrlos und gibst dich dem Op Team vertrauensvoll hin.

Vor ein paar Tagen traf ich einen guten Freund und wir unterhielten uns auch ├╝ber die Arbeit. Er arbeitet als Op Assistenz und ich frage ├Âfters ein paar Sachen. Wir sind irgendwie auf das Thema Narkose gekommen und ich fragte wie es so ist ob das geredet wird ├╝ber die Patienten. Was er erz├Ąhlte machte mich echt sauer und traf bei mir auf Unverst├Ąndnis.

„Boa, guck mal wie fett er/sie ist. Wie kann man sich nur so gehen lassen“

„Ist er/sie h├Ąsslich….“

„Iiii die Pircings/Tattoos“

Br├╝ste zu klein/zu gro├č zu straff/ zu h├Ąngend

Kleiner Penis/gro├čer Penis bzw. ├╝berhaupt aussehen der Genitalien

Es wird gelacht wenn ein 10 j├Ąhriger in der Narkose einen St├Ąnder bekommt

das und noch viel mehr m├╝ssen Patienten in diesem Op ├╝ber sich ergehen lassen ohne, dass sie es mit bekommen. Und das sind nicht nur die Assistenten sondern auch die ├ärzte sagte er. Ich habe nur gesagt! Gott sei Dank d├╝rft Ihr da kein Handy mit rein nehmen um Fotos zu machen“ Mein Freund sagte zwar das er da nicht mit macht und das unter aller sau findet aber ich denke dort regiert auch der Gruppenzwang.

Ich finde das schrecklich und menschenunw├╝rdig man ist dieser Situation ausgeliefert ohne sich wehren zu k├Ânnen. Man wird verspottet, der K├Ârper wird blo├čgestellt und das alles von Menschen den du vertrauen MUSST! Ich werde falls ich noch mal operiert werden muss sicher mit einem mulmigen Gef├╝hl in den Op gehen. Ich hoffe, das dass nicht in allzu vielen Krankenh├Ąusern der Fall ist.

Mich w├╝rde interessieren ob es ├Ąhnliche Erfahrungen gibt? Ihr k├Ânnt mir auch gerne ne Nachricht schreiben, dass bleibt alles anonym!

 

Eigentlich ist das nicht so mein Blogthema, aber ich musste das einfach mal runter texten ­čśë




4 Comments

  • Reply Lisa

    Ich finde den Artikel extrem reisserisch und realit├Ątsfern, sorry. Bedenkt man, was f├╝r einem Stress man im OP ausgesetzt ist, mit teilweise Arbeitszeiten weit ├╝ber der Legalit├Ąt und extremen Leistungsdruck- ganz abgesehen von der Verantwortung, die man jeden Tag tr├Ągt… muss man den Menschen aber auch ein gewisses Ventil zugestehen, solange es im Rahmen bleibt. Nat├╝rlich muss man ein gewisses Ma├č an Respekt bei allem Galgenhumor bewahren, aber ich habe z.B. auch noch nie geh├Ârt, dass im OP ein Patient „h├Ąsslich“ genannt wurde.Auch die meisten anderen Dinge habe ich so nie geh├Ârt. Eher wird sich dar├╝ber ausgelassen, dass ein Patient beim Vorgespr├Ąch sehr unangenehm unfreundlich war etc,aber ├╝ber alles, was der Patient nichts kann, habe ich nie ein respektloses wort geh├Ârt. Das Gewicht wird schon h├Ąufiger kommentiert, aber wer schonmal 4 Stunden lang bei einer Bauch-OP riesige, schwere Speckschwarten weghalten musste wird es niemandem ver├╝beln.
    Lieben Gru├č von einer Medizinstudentin, die schon viele OPs gesehen, aber noch nie eine von dir beschriebene Situation erlebt hat ­čśë
    http://www.lisas-anatomy.org

    15. April 2016 at 15:33
    • Reply Sandra

      Och ja,

      ich kenn das auch. Und ja, dieses Vorgehen gibt es tats├Ąchlich. F├╝r mich im ├╝brigen auch ein Grund, nicht mehr in ein bestimmtes Krankenhaus in meiner N├Ąher zu gehen (falls Bedarf besteht).

      Fall 1: Nach einer Magen-/Darmspiegelung war ich von der leichten Narkose etwas benommen. Im Anschlu├č wurde gleich noch ein Ultraschall gemacht. W├Ąhrend ich so am aufwachen bin, sehe ich einen jungen Arzt mit Kaffee in der Hand an der Wand stehen und sp├Âttisch zu dem mich untersuchenden Arzt sagen „sag mal, findest Du bei dem Fett ├╝berhaupt die Niere“.

      Ja – der Arzt bekam richtig ├ärger im Nachhinein. Nicht nur, dass ich ihm pers├Ânlich meine Meinung gegeigt habe, sondern seine Vorgesetzten ziemlich auf Trab gebracht habe.

      Fall 2: Nach der Geburt meines Sohnes kam ich nach der Teil-Sectio in den Aufwachraum. Irgendwann kam eine frisch operierte Frau rein, die von der Schulter bis runter zum Fu├č ein wirklich tolles Tattoo hatte. Worher ich das wei├č? Sie wurde abgedeckt. Sachen wie „schau dir das mal an, wie kann man sich nur so tat├Âwieren lassen, ist das geil, schau mal, ob sie da und da noch ein Tattoo hat“ fielen. Ich lag neben ihr. Das M├Ądel wurde von links nach rechts gedreht, ab und zugedeckt, nur damit alle mal schaun konnten. Pfleger wurden zus├Ątzlich gerufen. Soviel ich wei├č, sollte man frisch operiert eher warm gehalten werden bzw. der Aufwachproszess beobachtet werden, als der Rest des K├Ârpers.

      Und wo wir schon dabei sind, liebe Lisa. Du machst es doch auch schon nicht anders. Wenn wir hier schon bei Anatomie und Bezeichnung von K├Ârpergewebe sind, dann hei├čt das nicht Speckschwarte, sondern eben Fettgewebe. Von mir aus auch noch Fettgeschwulst, Fett pur, Hautlappen….wie auch immer. Aber nicht Speckschwarte.

      Ich wei├č, was ├ärzte leisten m├╝ssen. Und auch dass sie mal Dampf ablassen m├╝ssen. Aber es geht definitiv anders. Respekt ist f├╝r viele „Halbg├Âtter in Wei├č“ leider ein Fremdwort. Der Artikel ist weder reisserisch und realit├Ątsfremd, sondern meiner Erfahrung nach verdammt real.

      16. April 2016 at 12:59
  • Reply Thao

    Ich habe davon noch nicht geh├Ârt, aber ist schon echt schei├če von denen, wenn die das wirklich machen.
    Andererseits kann es mir auch egal sein, weil ich das eh nicht mitbekomme. Und die Menschen sehe ich ja hoffentlich nie wieder. Also who cares, wenn die schlecht ├╝ber mich reden ­čśŤ

    LootieLoo’s plastic world

    15. April 2016 at 12:52
  • Reply Swetlana Quint

    Hallo meine liebe habe deinen Beitrag sehr gerne gelesen ich hatte die Erfahrung noch nicht

    15. April 2016 at 12:44
  • Ich freue mich ├╝ber dein Feedback zu meinem Bericht

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